About

Die Themen meiner künstlerischen Arbeit sind Raum und Mensch sowie die Architektur, deren Form, Geschichte und Bedeutung.

Ich bin davon überzeugt, dass Architektur ein Spiegel des menschlichen Daseins in seiner Zeit ist. Dieser räumliche wie soziologische Aspekt wird in meinen Arbeiten analysiert und thematisiert.

So wie Martin Heidegger darauf verweist, dass das Sein auf der Erde zugleich auch das Sein unter dem Himmel bedeutet, interessieren mich im Kontext dieser Idee soziale Einbindungen in Räume und die damit entstehenden Veränderungen.


Ausstellungen (Auswahl)

2014

  • „Liebe eingeschlossen”, Galeria subjectobject, Berlin
  • “Not I”, 2014, BWA Katowice, Polen

2013

  • The higher one climbs, the stronger his/her roots draw him/her down,Baltic Gallery of Contemporary Art, Slupsk, Poland

2012

  • Love Me MS Gallerie, Wakayama, Japan

2011

  • Admiral’s Log- Drake Passge, Nika Gallery, Osaka, Japan

2009

  • International Art Exhibition, Nika Gallery, Osaka, Japan
  • International Art Exhibition, Haradano Mori Museum, Kobe, Japan
  • To have a shell and a fine appearanc,Baltic Gallery of Contemporary Art, Slupsk, Poland

2008

  • Final, Ego Gallery, Poznan, Poland
  • Poesie des Raums, Galerie M, Berlin
  • Ruhe.Störung, Galerie M, Berlin

2007

  • Was Männer brauchen, Galerie M, Berlin
  • ART POZY II”, OCAC, Museum of Contemporary Art, Osaka, Japan
  • International Art Exhibition, Yaoi Museum, Japan
  • Re: Generation II, Art District, The International Art Exhibition in Forgotten Poznan, Districts: Środka, Poland

2006

  • Re: Generation, Art District, The International Art Exhibition in Forgotten Poznan, Districts: Srodka, Poland
  • ArtPozy, International Art Exhibition, CASO, Osaka, Japan
  • Design Mai-Design City, International Designfestival, Berlin, Germany
  • OUT-OR outsider show, Czartoria, Poznan

2005

  • Frankly, Fizek Gallery, Poznan, Poland

2004

  • Everything is a fiver, Old Brewery Gallery, Poznan, Poland
  • Transmission Art Project, Uehonmachi Gallery, Osaka
  • International Ausstellung, Contemporary Art space Osaka, Osaka, Japan
  • Bilder und Objekte, unterwegs Gallery, Berlin
  • Unter der grünen Kuppel, Görlitz – Zgorzelec, (Germany/Poland)
  • Objekte, Studio Bildende Kunst, Berlin, Germany

2003

  • International Art Exhibition, MARU Galerie, Pusan, South Korea

2002

  • FishEye 2, Baltic Gallery of Contemporary Art, Slupsk, Poland
  • Indined Space, Galeria Działan, Warsaw, Poland
  • Supermarket Sztuki, DAP Gallery, Warsaw, Poland

 


Tätigkeit als Kuratorin und Organisatorin

2014

  • Ausstellung Künstler aus Hamburg in CASO, Osaka, 25 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg-Osaka

2013

  • Gruppenausstellung A 21 International Art Exhibition Osaka in Berlin: Kunstquatier Bethanien, Studio 1
  • Ausstellung Gen Aishu, Galerie von Waldenburg, Berlin
  • Ausstellung Toshiko Suehisa, Galerie von Waldenburg, Berlin
  • Ausstellung Nao Moritsu, Galerie von Waldenburg, Berlin
  • Ausstellung Yumiko Okazaki, Galerie von Waldenburg, Berlin
  • Ausstellung Fusayo Kishino, Galerie von Waldenburg, Berlin
  • Ausstellung Masako Fukuoka, Galerie von Waldenburg, Berlin
  • Ausstellung Hisayo Fukuyoshi, Galerie von Waldenburg, Berlin
  • Ausstellung Yukari Fujimoto, Galerie von Waldenburg, Berlin

2011-2012

  • SilesiaTopia, deutsch-polnisches künstlerisches Projekt mit drei Schwerpunkten: Künstleraustausch, partizipative Kunstaktionen und Ausstellungen zu den deutsch-polnischen Beziehungen. Projektträger: Heinrich-Böll-Stiftung Berlin.

2010

  • Ausstellung “Der Mond-der Himmel-das Wasser” in der Stadtgalerie Kunst-Geschoss, Werder (Havel)

2009

  • Ausstellung A 21 International Art Exhibition Osaka in der Galerie Solitaire, Berlin

2008

  • Ausstellungen A 21 International Art Exhibition Osaka in Berlin:
  • Galerie M
  • Galerie OST-ART
  • Studio Bildende Kunst
  • INSELgalerie

Vorbereitung und Realisierung von Events:

  • Tee-Zeremonie (Workshop), Galerie M
  • Japanische Kalligrafie (Workshop), Galerie M
  • Ikebana (Workshop), Galerie M

2007

  • Internationale Ausstellung “Was Männer brauchen” in der Galerie M, Berlin

Statement

Der Raum ist das Medium und das Hauptthema meiner künstlerischen Tätigkeit. Der architektonische, innere, sichere Raum.
Die Fähigkeiten, den Raum zu kreieren, liegen in dem Unterbewusstsein, im abgelegenen ersten Gedächtnis des Menschen. Ein zu groβer Raum beunruhigt uns, überfordert unsere sinnlich wahrnehmbaren und rhythmischen Möglichkeiten. Wir verlieren uns und geraten in Phobien. Wir haben das Bedürfnis, den nahesten Raum zu kreieren.
Gaston Bachelard in der „Poetik des Raumes“ deutet auf die Dialektik des Innen- und Außenraumes hin. Den Innenraum definiert er als Konzentration, den Außenraum dagegen als Unendlichkeit. Der Innenraum wird zu unserer Zuflucht, dem Ort unserer
Existenz mit eigener Struktur, Struktur des Ortes.

Unser Aufenthalt in einem Gebäude ist eng mit dem Existentialismus, dem Dasein im Senk- und Waagerechten verknüpft. Damit meine ich die Haltung des Menschen sowie die Richtungen in einem Gebäude. Auf die wichtige Rolle der Senkrechten deutet Martin  eidegger hin, der meint, dass das Sein auf der Erde zugleich das Sein unter dem Himmel bedeutet.

In dem so gemeinten Raum wird die Architektur zum „Ereignis“. Sie entsteht an der Begegnungsstelle der inneren und äußeren Kräfte im Duell der Natur mit dem Irrationalen. Die Mauer (die Wand) bestimmt den Raum genauso wie ein Körper. Sie ist sogar mehr mit dem Raum verbunden als die Geometrie oder Mathematik. Sie ist physisch in ihm enthalten. Die Erfindungskraft oder eher der künstlerische Dialog (die künstlerische Auseinandersetzung) mit diesem „Ereignis“ ist Ziel meiner Tätigkeit. Das Ergebnis dieses Kontaktes bildet meine Frage über den Sinn der Existenz überhaupt im Raum. Wichtig ist für mich auch die Relation der Natur, der atmosphärischen Erscheinungen – deren Flüchtigkeit und Empfindlichkeit mit unserer künstlichen und der Bedeutung entzogenen Umwelt. Das Umlegen (Verändern), Stoppen der Erscheinungen ohne bleibende Wirkung, deren zyklischer Charakter eine einzige unumstößliche Tatsache auf der Welt ist, ist eine Probe des Nachdenkens über die Bedeutung und das Wesen des „Seins“ im Inneren der Gebäude.
Durch Geometrie drücke ich aus und stelle bildlich den Raum und die Empfindungen dar. Sie bildet einen mentalen Wert und ist Träger unendlicher Möglichkeiten des Selbstkreierens und des Kreierens des Raumes.

Durch die Anwendung der Geometrie befreie ich meine Arbeiten von einer zu großen Sachlichkeit und Handlung. Dank dessen erhalte ich die Synthese der Übertragung. Um mich künstlerisch zu äuβern, brauche ich das, was ich beobachte und empfinde – was letztlich das Thema meiner Arbeiten ist – nicht einfach widerspiegeln sondern verarbeite es künstlerisch.

Dank der Mittelreduzierung und der Vereinfachung der Übertragung kann man die Gedanken des Empfängers auf den Sinn der Aussage lenken. Die Geometrie stimuliert schlieβlich das Vorstellungsvermögen, ermöglicht die Schöpfung, den Entwurf des Raumes, der in der physischen Welt nicht existiert.

Die Geometrie als Ausdruckskunst ist eine spezielle Art des Schweigens, in dem zugleich Fragen und Antworten enthalten sind. Unser ganzes Wissen stammt von den Sinnen und den Begierden. Dank ihnen ist man zu allen Tätigkeiten des Geistes, zu  unschäuβerungen, zu Entwicklung der Leidenschaften, denen man folgt oder die man ablehnt, fähig. Man kann zu der Schlussfolgerung kommen, dass das Erste was wir besitzen, die Eindrücke sind.

Unser Wissen, die Leidenschaft sind die Folgen der Freude und der Unannehmlichkeiten die die Sinnesempfindungen begleiten. Die Fähigkeit, die Empfindungen zu erkennen, führt zum Frieden, der laut Condillac die „Macht der Schöpfung“ ist.
Inwiefern ist jedoch unsere Bemerkungskraft wahr? James Turrell überlegt woher das Licht stammt. In unseren Träumen, wenn wir geschlossene Augen haben, ist das Licht oft stärker und intensiver als bei offenen Augen.

„Wir sehen mit Vorurteilen“ – sagt Turrell, unsere Kultur sieht mit Vorurteilen. Wir nennen das Rot eine warme Farbe, das Rot ist aber kühl. Das Blau dagegen ist heiβ. Das Härten von Stahl verleiht ihm eine blau-weiβe Farbe. Erst im Laufe des Abkühlens wird er rot. Eine Art von Falschheit ist die Haupteigenschaft unserer Wahrnehmung.

„Kann man das Schlieβen der Augenlider hören? Wie kann man eigentlich die Geometrie des Echos in einem alten Haus hören? Das kann man, wenn wir durch unser Vorstellungsvermögen hören“ fragt und antwortet Gaston Bachelard.

 

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